Minimalinvasiver Sinuslift

Nicht immer ist sofort eine Implantatversorgung möglich, nämlich dann, wenn im seitlichen Oberkiefer nicht mehr genügend Kieferknochen vorhanden ist. Einige Patienten scheuen den Knochenaufbau, der Grund ist die Angst vor Komplikationen. Ihnen bieten wir seit mittlerweile drei Jahrenein anderes Verfahrenan: Mittels eines minimal-invasiven Eingriffs wird der verloren gegangene Kieferknochen wiederaufgebaut. Beim klassischen Sinuslift erfolgen eine offene Schnittführung am Kiefer und eine Knochenbohrung, das Knochenersatzmaterial wird eingebracht, die Wunde anschließend genäht. Beim minimal-invasiven Sinuslift hingegen wird der Knochenaufbau nur durch das Implantatloch, ohne offenen Schnitt und Naht, durchgeführt.

Eingriff ohne Schnitt und Naht

Die Patienten erleben den Eingriff in Dämmerschlaf-Narkose. Zunächst wirdbis knapp unter die Kieferknochengrenze ein Loch gestanzt, anschließend wird mittels hydraulischem Druck (etwa 1,5 bar) und einer Kochsalzlösung die Kieferschleimhaut äußerst schonend angehoben. So wird Raum für das Knochenersatzmaterial und das Implantat geschaffen, die nach Rückziehung der Kochsalzlösung eingebracht werden. Nach einer Ausheilzeit von etwa vier Monaten kann die endgültige zahnprothetische Versorgung beim Zahnarzt stattfinden, zuvor kommt ein Provisorium zum Einsatz.

Schnell wieder einsatzfähig

Ein minimalinvasiver Sinuslift ist bis zu acht Millimeter möglich, eine ausreichende Höhe für ein Implantat. Schwellungen und Schmerzen müssten Patienten bei diesem Eingriff nicht fürchten. Menschen, die mitten im Berufsleben stehen, müssen bei diesem Eingriff nicht mit langen Ausfallzeiten rechnen. Ideal ist der minimal-invasive Sinuslift auch für Patienten, die blutverdünnende Medikamente wie Marcumar nehmen.