Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten für Zahnimplantate?

Die gesetzliche Krankenkasse gewährt einen Kostenzuschuss für eine Implantatbehandlung etwa in Höhe der Erstattung für einen konventionellen Zahnersatz an gleicher Stelle.

Die volle Erstattung der Kosten einer Implantatbehandlung wird in seltenen Ausnahmeindikationen in besonders schweren Fällen gewährt, wenn eine konventionelle prothetische Versorgung ohne Implantate nicht möglich ist und das Prothesenlager durch einen schleimhautgelagerten Zahnersatz nicht belastbar ist. Die Beurteilung erfolgt durch einen Gutachterzahnarzt.

Ausnahmeindikationen sind unter anderem  größere Kiefer- oder Gesichtsdefekte, die ihre Ursache in Tumoroperationen, in Entzündungen des Kiefers, in Operationen infolge von großen Zysten, in Operationen infolge von Knochenkrankheiten, in angeborenen Fehlbildungen des Kiefers (Lippen-, Kiefer-, Gaumenspalten) oder in Unfällen haben. Auch bei dauerhaft bestehender extremer Mundtrockenheit und nicht willentlich beeinflussbaren muskulären Fehlfunktionen im Mund- und Gesichtsbereich (z.B. Spastiken) werden die Behandlungskosten im Regelfall nach gutachterlicher Prüfung übernommen.